Zurück in die Vergangenheit.

Zeit insbesondere eine lange Zeit die vergangen ist, seitdem ein Wein in Flaschen gefüllt wurde. Löst in meinem nicht Wein affinen Umfeld immer große Augen aus. Von „Das kann man noch trinken?“, Erstarrung vor Ehrfurcht, bis hin zur persönlichen Zeitkapsel sind das die drei gängigsten Reaktionen. Wenn man sich einige Jahre mit Wein beschäftigt, wird beim trinken meist nur noch rational und sensorisch beurteilt.

Doch während wir im Krug in Hattenheim sitzen, und den ersten Schluck trinken. Kehrt dieser Funken Magie zurück, der erste zu sein, der nach einer so langen Zeit diese Flasche nun öffnet. Das Werk von jemanden zu trinken, der vor 40 Jahren diesen Jahrgang bis zur Flasche begleitete.

Eine Nase voll kandierter gelber Zitrusfrüchte, ein wenig Blütenhonig. Am Gaumen sehr balsamisch, frischer Tabak. Schwarzer Pfeffer, und ein Hauch Teer. Eine leise aber dennoch sehr elegant präsente Säure. Für sein Alter wunderbar gereift und noch sehr gut strukturiert. 

Ich habe am nächsten Morgen behutsam das Etikett der Flasche entfernt, und zwischen zwei Buchseiten gelegt. Ich werde es rahmen und aufhängen. Als kleine Erinnerung niemals ganz die Emotion mehr zu verlieren. 

Auf der Doc Brown Skala 99 von 100 Punkten.