Sturzkaraffiert: Larmandier-Bernier Les Chemins d'Avize

Mit dem Haus Larmandier-Bernier verbinde ich eine Tür-Öffner Erinnerung. Vor ein paar Jahren als ich anfing, nennen wir es mal für die Schwelle hinter der Wein Supermarkt Tür zu interessieren. Bestand meine Welt der Champagne aus Moët & Chandon und Veuve Clicquot. Hart, sauer und in meinem Verständnis nicht besser als der übliche deutsche Sekt den ich bis dato kannte. Bis ich irgendein Weihnachten in der örtlichen Weinhandlung über eine Flasche Blanc de Blancs heute der Longitude stolperte. Das war grazil, puristisch, schlank und fürchterlich elegant. Das war anders als das was ich bisher kannte. 

Nach etlichen Flaschen und Jahren später, war das vor ein paar Wochen mein erster Les Chemins d'Avize. Er wirkt stilistisch deutlich anders fast Fett, deutlich üppiger an Nase und Gaumen, mit unreifer Banane, Himbeeren, warmes Brioche. Sehr dicht unheimlich dicht. Unerwartet für dieses Haus. Aber im Abgang dann genau diese glassklare minimalistische Stilistik die ich bei Larmandier-Bernier so liebe. Vorne eine breite Fülle und Hinten absolute Kargheit und eine fantastisches Spiel der Säure. Ein meisterhafter Tanz zwischen zwei Welten...

Auf der Entdecker hinter dem Horizont Skala 95 von 100